Apatosaurus

gr. apatelos= trügerisch; sauros= Echse

Ernährung: Pflanzenfresser
Erdzeitalter: Mesozoikum
Zeitraum des Vorkommens: 154 bis 145 Mio. Jahre
Ort der Funde: Nordamerika
Länge: 21 m


Präsentiert von
Justus-Liebig-Universität



Der Apatosaurus wurde 1877 von dem berühmten Dinoforscher Othniel Marsh entdeckt. Den Namen „Trügerische Echse“ verdanken wir dem Umstand, dass jahrzehntelang kein vollständiger Kopf zu den Skeletten der Tiere gefunden werden konnte.
Einige Jahre später entdeckte Marsh ein zweites ähnliches Skelett, welches er Brontosaurus nannte. Erst viel später erkannte man, dass es sich bei diesen beiden um Angehörige derselben Art handeln musste. Zwar war der Name Brontosaurus bekannter, denn u. a. war ein gutes Brontosaurus-Steak die Lieblingsmahlzeit von Fred Feuerstein, doch bei der Vergabe von Artnamen zählt generell der erste Name. Deswegen wurde „Brontosaurus“ zugunsten der Bezeichnung Apatosaurus aufgegeben.

Der Apatosaurus war einer der „typischen“ großen pflanzenfressenden Dinosaurier und eng verwandt mit Diplodocus. Er besaß einen langen Hals, einen noch längeren, dünnen Schwanz und einen massigen Körper mit stämmigen Säulenbeinen darunter.
Mit 21 Metern Maximallänge und einem Gewicht von 30 Tonnen besaßen die Tiere wahrhaft gigantische Ausmaße, die allerdings von anderen verwandten Arten noch um einiges übertroffen werden konnten. Die Größe des Apatosaurus ließ Forscher lange Zeit daran zweifeln, ob diese Tiere überhaupt an Land überleben konnten, ohne von ihrem eigenen Gewicht zerquetscht zu werden. Heute weiß man, dass dies der Fall war. Als falsch stellte sich auch die Vermutung heraus, dass die Tiere ihre Schwänze schlaff hinter sich herzogen. Vielmehr war es eher so, dass Hals und Schwanz sich gegenseitig in einem komplizierten Gleichgewicht hielten - ähnlich einer modernen Hängebrücke. Der Kopf von Apatosaurus erreichte eine Größe von lediglich 55 Zentimetern, so dass die Tiere im Verhältnis zu ihrer Größe nahezu winzige Gehirne besaßen.
Diese friedlichen Giganten fraßen am liebsten Blätter von Büschen und kleinen Bäumen. Allerdings genügten die Zähne des Apatosaurus nur zum Abstreifen der Blätter, nicht aber zum Zerkleinern und Kauen. Zu diesem Zweck besaß er einen speziellen Kaumagen, der kleine Kieselsteine, die mit der Nahrung aufgenommen wurden enthielt. Zwischen diesen Kieseln wurden die Pflanzenteile förmlich zermahlen.
Apatosaurier lebten in Herden. Der soziale Zusammenhalt und die Größe der Tiere dienten der Abschreckung z.B. großer Raubsaurier. Kam es doch zu einem Angriff, so konnte der lange Schwanz wie eine Peitsche zur Verteidigung geschwungen werden.


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