Bigfoot

engl. big=groß; foot=Fuß

Ernährung: Allesfresser
Erdzeitalter: Pliozän
Zeitraum des Vorkommens: erstes schriftliche Zeugnis im 1840; letzte Sichtung 2007
Ort der Funde: China, Malaysia, Indien (Yeti); USA und Kanada (Rocky Mountains, Appalachen, Texas)
Höhe: 2 - 3m, Fußspur
Gewicht: 230kg


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Galerie Neustädter Tor



Bigfoot ist ein großes, affenähnliches Wesen, welches immer wieder in nordamerikanischen Wäldern gesichtet wird. Dabei weist es offenbar eine gewisse Scheu vor Kameras auf, da nur wenige Aufnahmen gelungen sind. Viele erweisen sich jedoch als Fälschung.

Die Legende von Bigfoot existiert unter den Indianerstämmen schon länger. Seit den 1850er Jahren findet man Nachweise für angebliche Sichtungen auch außerhalb der Legenden der Stämme. Bigfoot ist auch unter dem Namen Sasquatsch bekannt. Mythen und Legenden über große Affen, die tief versteckt in Wäldern leben und nur von einsamen Campern und Wanderern gesehen werden, gibt es in vielen Kulturen und Ländern. Man denke nur an den Yeti, den berühmten Schneemenschen des Himalayas.

Bigfoot und andere seiner Art sind typische Beispiele für sogenannte Kryptiden. So werden Tiere bezeichnet, die entweder als ausgestorben galten und dann wieder gesichtet wurden, oder gleich völlig neue Arten, die noch nie zuvor beschrieben wurden. Beispielsweise kann man Kryptiden nach den bekannten Arten einordnen, die ihnen ähnlich sind. Ein berühmtes Beispiel wäre „Nessie“, das Monster von Loch Ness. Dieses sieht bei den meisten Nachweisen aus wie ein Plesiosaurier, der seit über 65 Millionen Jahren ausgestorben ist. Es gibt viele Kryptiden, die Ähnlichkeiten mit Dinosauriern aufweisen sollen, besonders in Erzählungen von Ureinwohnern.

Es gibt auch immer wieder Sichtungen von bekannten Arten, die allein aufgrund ihrer Größe bemerkenswert sind. Ein Beispiel hierfür wäre Megalodon, der gigantische Hai. Angeblich könnte er in den Tiefen der Ozeane überlebt haben und Körperlängen von über 25m erreichen. Früher fiel auch der Riesenkalmar in diese Kategorie. Für diese Art gelang jedoch vor einigen Jahren der tatsächliche Nachweis: Man konnte lebende Riesenkalmare in der Tiefsee filmen.

Eine weitere Form von Kryptiden sind Fabeltiere, die niemals wirklich lebten, deren Sichtungen aber auf existierenden Arten beruhen. So könnten die Sagen von Einhörnern auf den Funden von ausgestorbenen Nashörnern wie dem Elasmotherium zurückgehen.

Den Gedanken, dass sich auf unserem Planeten noch unentdeckte Arten verbergen könnten, finden viele Menschen sowohl verstörend als auch faszinierend. Forscher gehen davon aus, dass es noch viele Millionen unentdeckte Arten auf der Erde gibt; große Tierarten wären jedoch kaum in der Lage, bis heute unentdeckt zu bleiben. Die meisten unentdeckten Arten sind also wohl eher klein, und Bigfoot wird wohl auf absehbare Zeit erst einmal das bleiben, was er bisher war: eine Legende.


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