Brontotherium

gr. bronte=Donner; theríon=Tier

Ernährung: Pflanzenfresser
Erdzeitalter: Oligozän
Zeitraum des Vorkommens: 45-30 Mio. Jahre
Ort der Funde: Amerika
Länge: 5m
Höhe: 2,5m


Präsentiert von
Faber & Schnepp



Brontotherium war ein großer Unpaarhufer, der wie ein Nashorn aussah. Tatsächlich aber war er mit den Pferden verwandt. Diese Art wurde gleich mehrfach beschrieben und hat daher vier verschiedene Namen erhalten: Megacerops, Brontops und Titanops sind die anderen drei. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch wird der Name Megacerops verwendet, bekannter ist aber der Name Brontotherium. Der Name stammt aus Legenden der Sioux-Indianer und rührt daher, dass nach heftigen Stürmen oft Brontotherium-Knochen freigespült wurden. Die Indianer glaubten, dass diese von Tieren stammten, die auf den Wolken liefen und mit ihrem Trampeln das Donnern der Gewitter auslösten.

Brontotherium wurde etwa fünf Meter lang, erreichte eine Schulterhöhe von zweieinhalb Metern und wog etwa viereinhalb Tonnen. Es besaß einen großen Schädel, den es sehr tief trug. Über den Schultern befand sich eine Art Buckel. Dort trug die Wirbelsäule verlängerte Aufsätze, auf denen die Muskeln verliefen, die für die Haltung des schweren Kopfes notwendig waren. Trotz dessen Größe besaßen die Tiere wahrscheinlich im Vergleich zu ihrer Körpermasse sehr kleine Gehirne.

Brontotheriums Beine waren sehr kurz und stämmig. Wahrscheinlich ist er weder ein besonders schneller noch ausdauernder Läufer gewesen. Über seiner Schnauze saß ein Y-förmiges, gegabeltes und stumpfes Horn, das mit Fell überzogen war. Es bestand nicht aus Hornsubstanz, sondern aus Knochen, und war deshalb nicht für Kämpfe geeignet. Weil die Hörner der Männchen wesentlich größer waren als die der Weibchen, geht man davon aus, dass Brontotherium sein Horn vor allem während der Paarungszeit nutzte, um Konkurrenten zu imponieren. Darüber hinaus könnte es Angreifer wie den mächtigen Andrewsarchus abgeschreckt haben.

Brontotherium lebte in kleinen Herden in dünn bewaldeten Gebieten. Mit seiner fleischigen Lippe und seiner langen Zunge war es in der Lage, seine Nahrung sehr gezielt auszuwählen. Diese bestand vermutlich aus frischen Trieben, weichen Blättern und weniger harter Pflanzenkost.


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