Carcharocles megalodon

gr. mega=riesig; donta= Zahn

Ernährung: Fleischfresser
Erdzeitalter: Eozän
Zeitraum des Vorkommens: 20 Mio. – 11.000 Jahre
Ort der Funde: weltweit
Länge: 12 - 14m
Gewicht: 18t


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Gießener Anzeiger



Megalodon war der größte Hai, der je gelebt hat, und eines der größten Raubtiere im Meer überhaupt. Man hat nie ein vollständiges Skelett dieses Giganten gefunden, lediglich Fragmente und Zähne. Dies liegt am Skelett der Haie, das aus Knorpel und nicht aus Knochen besteht. Knorpel zersetzt sich sehr schnell und versteinert schlecht. Die Zähne der Haie dagegen sind aus Knochenmaterial und blieben länger erhalten. Sie sind auch der Grund dafür, dass man heute davon ausgeht, dass Megalodon bis vor wenigen tausend Jahren noch existiert hat. Durch Altersuntersuchungen an Zahnfunden aus dem Pazifik konnte diese Vermutung bestätigt werden.

Ging man früher davon aus, dass Megalodon Längen von bis zu 30m erreichen konnte, ist man heute der Meinung, dass es „nur“ 12-14 Meter waren (womit er aber immer noch doppelt so lang wird wie der heute lebende Weiße Hai). Er brachte es auf ein Gewicht von etwa 18 Tonnen. Es gibt jedoch einzelne Funde, die auf Exemplare von über 18m Länge schließen lassen. Die Zähne von Megalodon waren rasiermesserscharf und wurden 13cm lang. Wahrscheinlich ist Megalodon das Lebewesen mit der größten Beißkraft überhaupt. Wenn seine Kiefer mit voller Kraft zusammenkrachten, dann entsprach das einem Gewicht von etwa 18 Tonnen! Das ist zehnmal mehr Beißkraft als beim Weißen Hai.

Megalodon ernährte sich vermutlich von frühen Vorfahren der heutigen Wale, kleineren Haien und Fischen. Dabei könnte er ähnlich wie die heutigen Schwertwale gejagt haben, indem er bei größeren Beutetieren erst die Flossen verstümmelte, um anschließend die hilflose Beute zu verzehren. Es ist aber auch vorstellbar, dass er sich – ähnlich dem Weißen Hai – seiner Beute von unten überraschend näherte, um sie an ihrer verwundbaren Körperunterseite zu treffen. Megalodon bewohnte die flachen und nahrungsreichen Küstengewässer aller Weltmeere, bevorzugt aber solche in wärmeren Gegenden.

Es gibt viele Wissenschaftler, die glauben, dass Megalodon in den Tiefen des Meeres auch heute noch existieren könnte. Allerdings gibt es viele Argumente gegen diese These. So ist es praktisch unmöglich, dass sich der riesige Hai so schnell an die Lebensbedingungen der Tiefsee anpassen konnte, die sich vollständig von seinem ursprünglichen Lebensraum unterscheiden. Man geht daher davon aus, dass Megalodon ausgestorben ist. Ein Grund hierfür könnte zum Beispiel das Verschwinden mancher Walarten gewesen sein und damit der Wegfall seiner Hauptnahrungsquelle. Die neu auftretenden Wale waren eventuell einfach zu schnell für den Riesenhai. Außerdem kühlten die Meere sich stark ab, was dazu geführt haben könnte, dass Megalodon keine Nahrung mehr fand.


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