Die Heldentiere der Erdzeitalter

Erdmittelalter 145 Mio. – 65 Mio. v. Chr.

Apatosaurus

Der Apatosaurus ist das Heldentier des Erdmittelalters. Er ist ein echter Serienstar, der in „The Flintstones“ unter dem Pseudonym Brontosaurus auftrat. Diese beiden Namen machen ihn zu einem Zankapfel der Taxonomie. In Gießen sollte er hinreichend bekannt sein, schließlich wollte er die Stadt nach der letzten Ausstellung nicht mehr verlassen. 2012 wird der Apatosaurus jedoch umziehen und das Elefantenklo näher kennenlernen.



Zeitalter Eozän 65 Mio. – 34 Mio. v. Chr.

Entelodont

Der Entelodont ist das Heldentier des Eozäns. Er ist ein Verwandter der heutigen Schweine und ernährte sich wie diese schon von allem, was er finden konnte. Im Gegensatz zu ihnen ging Entelodont aber auch auf die Jagd! Auch gegenseitig machten sich diese Tiere das Leben schwer: Verletzungen an vielen Fossilien weisen darauf hin, dass Entelodont mit Artgenossen kämpfte. Mit diesen gefährlichen Zähnen und über zwei Metern Höhe war Entelodont auch für alle anderen Steppenbewohner des Eozäns eine große Gefahr.



Zeitalter Oligozän 34 Mio. – 23 Mio. v. Chr.

Paraceratherium

Das Paraceratherium ist das Heldentier des Oligozäns. An ihm stechen besonders seine Größe, aber auch sein fremdartiges Äußeres hervor. Das Paraceratherium war das größte Landsäugetier, das es jemals gegeben hat. Bei der Ausstellung 2012 wird es gleich zwei Mal vertreten sein, denn es wird mit einem Jungtier anreisen. Erstaunlicherweise ist Paraceratherium, das im Theaterpark stehen soll, ein Vorfahre der Nashörner – obwohl es aussieht wie eine sehr massige Giraffe.



Zeitalter Miozän + Pliozän 23 Mio. – 2,5 Mio. v. Chr.

Phorusrhacos

Der Phorusrhacos ist das Heldentier des Miozän. Dieser Vogel wurde etwa zweieinhalb Meter groß. Fliegen konnte Phorusrhacos bei dieser Größe nicht mehr, aber er war ein schneller Läufer und einer der gefährlichsten Räuber des urzeitlichen Südamerikas. Der Name seiner Gattung lautet „Terrorvögel“ – wenn man sich vorstellt, einem derartigen Raubvogel zu begegnen, erscheint das nur logisch.



Zeitalter Pleistozän 2,5 Mio. – 10.000 v. Chr.

Mammuthus primigenius

Das Wollhaarmammut ist wohl das typische Mammut, das man aus Film und Fernsehen kennt. Es entwickelte sich in Sibirien und breitete sich über Europa und Nordamerika aus. Während der Kaltzeiten reichte sein Verbreitungsgebiet bis nach Mitteleuropa und Mexiko. In den wärmeren Zeiten zog es sich wieder nach Norden zurück. Das Wollhaarmammut war die einzige Elefantenart, die sich an die Kälte der eiszeitlichen Tundren anpassen konnte, und prägte diese Landschaft mit seinem Auftreten.



Zeitalter Pleistozän 2,5 Mio. – 10.000 v. Chr.

Homo neanderthalensis

Den Neandertaler gab es in Europa viel früher als den modernen Menschen. Damals war es hier sehr kalt – und der Neandertaler war perfekt an dieses Klima angepasst. Er war massig gebaut, um wenig Körperwärme zu verlieren, und ein geschickter Jäger. Vor 27.000 Jahren veränderte sich die Lebenswelt des Neandertalers so stark, dass er immer weniger Nachkommen großziehen konnte und schließlich ausstarb. Trotzdem finden sich noch heute Spuren von seinen Genen in unserem Erbgut.



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