Elephas maximus

gr. elephas=Elefant; maximus= der Große

Ernährung: Pflanzenfresser
Erdzeitalter: Pleistozän
Zeitraum des Vorkommens: Pleistozän bis heute
Ort der Funde: Iran bis Südasien und Südostasien und China
Höhe: 2 - 3,5 m
Gewicht: 2 - 5t


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Stadtwerke Gießen



Der Asiatische Elefant wird umgangssprachlich auch Indischer Elefant genannt, da er heute fast nur noch in Indien vorkommt. Früher war er im ganzen asiatischen Raum, vom Iran bis nach China, verbreitet. Heute ist sein Bestand stark gefährdet – der Asiatische Elefant steht seit 1986 auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Weltweit gibt es nur noch etwa 60.000 von ihnen. Ursachen für den starken Rückgang der Bestände sind zum einen die Bejagung durch den Menschen, um an das Elfenbein zu gelangen, zum anderen der Verlust von Lebensraum durch die Ausweitung der Siedlungen.

Der Asiatische Elefant ist etwas kleiner als der Afrikanische Elefant, auch seine Ohren sind deutlich kleiner. An diesem Merkmal kann man die beiden Arten gut unterscheiden. Auch ist der Rücken des Asiatischen Elefanten gewölbter und der Bauch hängt tiefer.
Ein weiteres Merkmal ist, dass der Rüssel eine fingerartige Rüsselspitze besitzt. Die Füße des Elefanten besitzen vorne fünf und hinten vier Zehen. Stoßzähne besitzen nur die Bullen, Elefantenkühe haben keine oder nur kaum ausgebildete.
Mit dem Mammut ist der Asiatische Elefant näher verwandt als der Afrikanische.

Die Asiatischen Elefanten bilden große Herden, in denen alle Mitglieder mit einander verwandt sind. Die Herden bestehen nur aus Kühen und ihren Jungtieren, die Bullen sind Einzelgänger. Nur zur Paarung kommen Kühe und Bullen zusammen. Nach etwa 22 Monaten kommt ein Jungtier zur Welt, das sofort stehen und der Herde folgen kann. Es wird sechs Monate gesäugt, bevor es anfängt, pflanzliche Nahrung zu sich zu nehmen. Doch auch dann bekommt es noch Muttermilch, sodass es insgesamt etwa zwei Jahre gesäugt wird. Nach etwa sieben Jahren werden die Bullen aus der Herde vertrieben, während die Kühe in der Herde verbleiben, in der sie geboren wurden. Erst mit etwa 15 Jahren sind die Asiatischen Elefanten ausgewachsen und geschlechtsreif. Sie können bis zu 60 Jahre alt werden.

Schon immer wurde der Asiatische Elefant als Arbeitstier eingesetzt. Hinweise für die Zähmung dieser Elefantenart gibt es schon aus dem Jahr 3000 v. Chr. Sogar für den Krieg wurden sie eingesetzt: Alexander der Große wurde im Jahr 316 v. Chr. von einem indischen König angegriffen, in dessen Heer sich Elefanten befanden.
Heute werden Asiatische Elefanten zum Beispiel in der Forstwirtschaft zum Tragen von Baumstämmen eingesetzt. Durch den Einsatz moderner Maschinen verlieren sie jedoch immer mehr an Bedeutung. In Thailand gab es um 1900 noch 100.000 Arbeitselefanten, heute sind es nur noch etwa 4.000.


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