Hyaenodon

gr. hyaeno=Hyäne; gr. donta=Zahn

Ernährung: Fleischfresser
Erdzeitalter: Oligozän
Zeitraum des Vorkommens: 42-15,9 Mio. Jahre
Ort der Funde: Nordamerika, Europa, Asien
Höhe: 0,30-1,70m


Präsentiert von
Johannes Hübner



Hyaenodon gehörte zu einer sehr artenreichen Familie von Urraubtieren, die vor 40 Millionen Jahren auf der Erde lebten. Während einige Arten sehr klein blieben, etwa wie ein heutiger Marder, wurden andere sehr groß. Hyaenodon erreichte eine Schulterhöhe von 1,7 Metern, eine Länge von drei Metern und gehörte damit zu den größten landlebenden Raubtieren seiner Zeit. Doch zu den Lebzeiten des Hyaenodon war seine Gattung bereits im Schwinden begriffen, da sich die Vorläufer der heutigen Raubtiere wie Löwen, Tiger und Bären als schnellere und bessere Jäger herausstellten.

Hyaenodon hatte, wie sein Name vermuten lässt, gewisse Ähnlichkeiten mit heutigen Hyänen. Er besaß einen kräftigen, im Vergleich mit dem restlichen Körper großen Kopf mit starken Kiefern, die enorme Kräfte entwickeln konnten. Sein langgestreckter Körper war robust und endete in einem langen, dünnen Schwanz. Wie eine Hyäne besaß Hyaenodon vermutlich ein gestreiftes oder getüpfeltes Fell. Er ernährte sich auch von Aas, wenn er welches fand. Allerdings waren Hyaenodonten durchaus in der Lage, die größeren Pflanzenfresser ihrer Zeit, wie zum Beispiel die Chalicotherien oder ein junges Paraceratherium, zu erlegen. Dabei jagten die Tiere nicht nur alleine, sondern auch in der Gruppe. Einzelnen Hyaenodonten fiel die Aufgabe zu, die Beute abzulenken, während andere versuchten, mit ihren schweren Kiefern die Kehle oder das Genick des angegriffenen Tieres zu zerbeißen. Nachdem die Beute am Boden lag, mussten sich die Hyaenodonten oftmals noch gegen andere Fleisch- und Aasfresser wehren, die versuchten, ihnen einen Teil der Beute abzujagen.

Die Backenzähne von Hyaenodon mahlten beim Zubeißen aneinander. Dadurch wurde ein lautes, knirschendes Geräusch erzeugt, welches als Droh- und Imponiergeste genutzt wurde. Allerdings wurden dadurch die Zähne auch stark abgenutzt. Ein alter Hyaenodon starb meistens dadurch, dass er seine Zähne nicht mehr zum Kauen benutzen konnte und verhungerte.


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