Manati

span. mantí = Seekuh

Ernährung: Pflanzenfresser
Erdzeitalter: Pleistozän
Zeitraum des Vorkommens: bis Heute
Ort der Funde: Beringsee, Südamerika, Asien und Afrika
Länge: 2,5 – 4,5m


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Seekühe sind neben Robben und Walen die dritte große Gruppe von Säugetieren, die im Wasser leben. Sie teilen sich in zwei Familien auf, die Rundschwanzseekühe und die Gabelschwanzseekühe (die aus der einzigen Art des Dugongs bestehen). Die Rundschwanzseekühe heißen auch Manati. Es existieren drei verschiedene Arten, die nach dem Ort ihres Vorkommens benannt sind.

Seekühe existieren schon sehr lange auf unserem Planeten. Die Vorfahren der heutigen Manatis entwickelten sich vor etwa 38 Millionen Jahren aus vierbeinigen Landsäugetieren. Damals existierten noch viel mehr Arten von Seekühen, die aber nach und nach ausstarben, sodass sich nur die Dugongs und die Manatis bis heute erhalten haben. Ihre landlebenden Vorfahren waren wahrscheinlich auch die Vorläufer der heutigen Elefanten, sodass die nächsten lebenden Verwandten der Seekühe die Rüsseltiere sind.

Manatis haben einen gedrungenen, zylinderförmigen Körper, der eine Länge zwischen zweieinhalb und viereinhalb Metern erreichen kann. Sie werden bis zu einer halben Tonne schwer. Ihre große Hinterflosse, die sogenannte Fluke, weist eine runde Form auf, von der sie ihren Familiennamen erhalten haben. Die Vordergliedmaßen der Manatis sind komplett zu Flossen ausgebildet, die hinteren Gliedmaßen sind hingegen gänzlich verschwunden und finden sich nicht einmal mehr ansatzweise im Skelett der Tiere. Der Kopf eines Manatis ist geprägt durch die große Schnauze, die mit vielen Tasthaaren besetzt ist. Diese dienen dem Tier bei der Orientierung im oft trüben Wasser. Manatis sind vollständig an ein Leben im Wasser angepasst und können es, anders als zum Beispiel Robben, aus eigener Kraft nicht verlassen.

Manatis sind Pflanzenfresser. Sie ernähren sich von Seegras und anderen Pflanzen, die sie vom Grund abweiden. Tiere in Gefangenschaft nehmen auch Fische als Futter an, weshalb man vermutet, dass dies auch in der Natur vorkommen könnte. Manatis haben kein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten und leben entweder alleine oder in losen Kleingruppen.

Die drei Manati-Arten sind der karibische Manati, der afrikanische Manati und der Amazonas- Manati. In allen drei Lebensräumen sind die Tiere durch den Menschen in ihrem Bestand gefährdet, da sie wegen ihres Fleisches gejagt werden. Außerdem geraten die sanften Riesen immer wieder mit ihren Flossen in Schiffsschrauben, wodurch sie grausame Verletzungen erleiden können.

Es existierte einst noch eine andere Seekuhart, die Steller’sche Seekuh, die in den kalten Gewässern vor Alaska lebte und die enorme Größe von acht Metern erreichen konnte. Diese Art wurde jedoch nach ihrer Entdeckung innerhalb von nur 27 Jahren durch Bejagung vollständig ausgerottet.


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